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"Das leere Pflegebett“: PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz warnt vor kurzsichtigen Sparmaßnahmen

  • vor 20 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Die PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz startet die Aktion „Das leere Pflegebett“. Pflegeeinrichtungen im ganzen Land machen damit auf die möglichen Folgen der geplanten Pflegereform aufmerksam. Stationäre Einrichtungen stellen symbolisch ein leeres Pflegebett auf, ambulante Pflegedienste beteiligen sich mit entsprechenden Motiven in ihren Dienstfahrzeugen.

 

„Pflege braucht verlässliche Rahmenbedingungen – keine kurzsichtigen Sparmaßnahmen“, erklären die Vorsitzenden der PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz, Jutta Schier und Gerhard Lenzen.

Die Pflegeversicherung brauche zweifellos Reformen. Der vorliegende Gesetzentwurf zerschlage jedoch an wichtigen Stellen bewährte und funktionierende Versorgungsstrukturen. Statt die Pflege nachhaltig zu stärken, drohten zusätzliche Belastungen für Pflegebedürftige, Angehörige und Leistungserbringer sowie neue bürokratische Hürden und Versorgungsengpässe.

 

Die PflegeGesellschaft fordert deshalb:

  • Die tatsächlichen Personal- und Sachkosten müssen dauerhaft refinanziert werden.

  • Pflegeberatung muss auch weiterhin durch ambulante Pflegedienste möglich sein.

  • Die Anerkennung internationaler Pflegefachkräfte muss einfacher werden.

  • Keine Leistungskürzungen durch die Hintertür.

 

Gerade die geplanten Veränderungen bei der Pflegeberatung zeigen aus Sicht der PflegeGesellschaft, wohin eine falsch angelegte Reform führen kann. Ambulante Pflegedienste beraten Pflegebedürftige und Angehörige seit vielen Jahren unmittelbar in ihrem häuslichen Umfeld. Diese gewachsenen Strukturen dürfen nicht geschwächt und an anderer Stelle mit zusätzlichem Personalbedarf neu aufgebaut werden. Auch Einschränkungen bei ambulanten Leistungen und Entlastungsangeboten lehnt die PflegeGesellschaft ab. Sie treffen am Ende vor allem die Menschen, die darauf angewiesen sind, möglichst lange zu Hause versorgt werden zu können.

 

„Eine Reform der Pflegeversicherung muss die Menschen in den Mittelpunkt stellen: diejenigen, die Pflege benötigen, ebenso wie diejenigen, die tagtäglich Verantwortung für Pflege übernehmen. Pflege stärken heißt, sie verlässlich zu finanzieren, gute Versorgung zu sichern und Belastungen nicht weiterzugeben“, so Schier und Lenzen.

 

Die PflegeGesellschaft ruft ihre Mitgliedseinrichtungen in Rheinland-Pfalz auf, sich an der Aktion zu beteiligen. Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind ausdrücklich eingeladen, die Aktionen vor Ort zu besuchen und sich in den teilnehmenden Einrichtungen und Pflegediensten ein eigenes Bild von der Situation zu machen. Weitere Informationen unter: https://www.pflegegesellschaft-rlp.de/pflegegesellschaft/aktionen-kampagnen

 
 
 

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